In diesem Artikel erfährst du, warum flache Atmung ein Zeichen von Stress ist, wie sie dein Nervensystem beeinflusst und was dir im Alltag konkret hilft, schneller runterzufahren.

Warum du als Mama flach atmest und wie du in 2 Minuten ruhiger wirst

In diesem Artikel erfährst du, warum deine Atmung im Alltag oft flach wird, was das mit Stress und deinem Nervensystem zu tun hat und wie du mit wenigen Minuten bewusster Atmung wieder mehr Ruhe findest.

Vielleicht kennst du das:

Der Tag ist eigentlich vorbei. Die Kinder schlafen und es ist ruhig. Und trotzdem sitzt du abends da und merkst: Ich kann nicht abschalten.

Nicht, weil heute „nichts war“, sondern weil vorher alles gleichzeitig war.

Hausaufgaben begleitet, während nebenbei die Waschmaschine piepst. Ein Kind ruft aus dem Bad, das andere hat Hunger. Im Kopf die Einkaufsliste, der Geburtstag nächste Woche und die Frage, wann du eigentlich noch diesen Kuchen backen wolltest. Und dann ist da auch noch der Haushalt, eine Deadline an der Arbeit und und und. Du kennst das! 

Du hast funktioniert. Organisiert. Getragen. Geregelt.

Und jetzt, wo endlich Ruhe ist, läuft dein Kopf weiter.

Du bist müde, aber innerlich angespannt und dein Körper fühlt sich immer noch „on“ an, obwohl du dringend Pause bräuchtest.

Viele Frauen glauben in solchen Momenten, sie müssten einfach besser entspannen.
Oder sich mehr zusammenreißen. Die Wahrheit ist:

Dein Körper ist nicht unruhig, weil du etwas falsch machst, sondern weil er den ganzen Tag im Funktionsmodus war und noch nicht weiß, dass er jetzt wirklich loslassen darf.

Flach atmen im Mama-Alltag und warum das so häufig passiert

Im Alltag vieler Frauen läuft alles gleichzeitig und das Nervensystem ist dabei oft dauerhaft im Alarm- oder Funktionsmodus. Dieser Zustand zeigt sich ganz konkret im Körper – vor allem in der Atmung.
 
Typische Zeichen von flacher Atmung im Alltag:
 
• du atmest eher in den Brustkorb als in den Bauch
• die Atemzüge sind kurz, schnell oder unruhig
• du hältst unbewusst den Atem an (z. B. bei Stressmomenten), dein Zwerchfell ist verspannt
• dein Bauch bewegt sich kaum beim Atmen
• du fühlst dich oft außer Atem
 
Das passiert nicht aus Unachtsamkeit, sondern weil dein Nervensystem gelernt hat: „Ich muss wachsam bleiben.“

Warum flache Atmung dein Nervensystem in Stress hält

Deine Atmung ist direkt mit deinem Nervensystem verbunden.
 
• Kurze, flache Atemzüge → Signal an den Körper: Gefahr / Stress
• Lange, ruhige Atemzüge → Signal: Sicherheit
 
Wenn du also den ganzen Tag flach atmest, bekommt dein Körper keine Information, dass er runterfahren darf. Das erklärt, warum viele Mamas sagen: „Ich bin erschöpft, aber nicht entspannt.“ oder „Ich liege abends auf dem Sofa und kann trotzdem nicht abschalten.“, „Ich bin schnell gereizt, obwohl ich mich eigentlich zusammenreißen will.“
 
Das ist kein Charakterproblem. Das ist ein körperliches Regulationsproblem.

Gute Nachricht:
Du brauchst keine Stunde Yoga, um das zu verändern

Viele denken bei Atmung sofort an: komplizierte Techniken und langes stilles Sitzen.
 
Dabei reicht oft eine kleine Veränderung, um deinem Nervensystem wieder Sicherheit zu geben. Wichtig zu wissen: Es geht nicht darum, tiefer oder perfekter zu atmen. Es geht darum, dem Körper ein anderes Signal zu senden.
 
Und das geht auch im Alltag, zwischen Brotdosen richten und Kinder vom Turnen abholen.
 
Hier teile ich 5 Prinzipien für deine Atmung im Alltag

Diese fünf Prinzipien können dir helfen, deine Atmung bewusster wahrzunehmen und deinem Nervensystem zwischendurch kleine Signale von Ruhe zu schenken.

1. Atme – wenn möglich – durch die Nase ein und aus

Die Nasenatmung ist die natürlichste und gesündeste Form der Atmung. Sie filtert, erwärmt und befeuchtet die Luft und wirkt regulierend auf dein Nervensystem.

Gerade in stressigen Momenten atmen viele unbewusst durch den Mund. Wenn du das bemerkst, darfst du sanft zur Nasenatmung zurückkehren.

2. Lass den Atem nach unten fließen

Versuche, den Atem nicht nur im Brustkorb zu spüren, sondern ihn „nach unten“ in Richtung Bauch sinken zu lassen.

Du kannst dir vorstellen, dass sich dein Bauch mit der Einatmung sanft hebt
und mit der Ausatmung wieder löst. Es geht nicht darum, den Bauch aktiv herauszudrücken, sondern dem Atem Raum zu geben.

3. Atme langsamer – nicht tiefer

Mehr Ruhe entsteht nicht durch große, kraftvolle Atemzüge, sondern durch ein langsameres Atemtempo.

Wenn du langsamer atmest, bekommt dein Nervensystem die Information: Es ist gerade sicher. Schon ein etwas längerer Atemzug kann spürbar beruhigend wirken.

4. Nimm kleine Atempausen wahr

Zwischen Ein- und Ausatmung entstehen ganz natürliche Pausen. Du musst sie nicht erzwingen, es reicht, sie wahrzunehmen.

Diese kurzen Momente von Stille können wie kleine Anker im Alltag sein.

5. Mit der Ausatmung darfst du loslassen

Die Ausatmung ist eng mit Entspannung verbunden.

Du darfst sie bewusst etwas verlängern und dabei Spannung abgeben, im Kiefer, in den Schultern, im Bauch.

Eine 2-Minuten-Atemübung für mehr innere Ruhe

Diese Übung kannst du überall machen: am Küchentisch, im Bett, auf dem Sofa.
 
So geht’s:
 

1. Lege eine Hand locker auf deinen Bauch
(oder lass das weg, wenn du gerade am aufräumen bist)

2. Atme durch die Nase ein
ohne etwas zu erzwingen, zähle auf 4.

3. Atme langsam durch den Mund aus
als würdest du eine Kerze sanft auspusten.

4. Die Ausatmung darf länger sein als die Einatmung
gerne auf 7 zählen.
 
5. Wiederhole das für ca. 2 Minuten.
 
Was dabei passiert:
 
Dein Nervensystem bekommt das Signal: Es ist gerade sicher. Dein Körper beginnt, Spannung loszulassen. Viele spüren: mehr Weite, ruhigeren Puls, klareren Kopf.
 
Manchmal ganz subtil. Manchmal überraschend deutlich.

Warum Regelmäßigkeit wichtiger ist als Perfektion

Viele Frauen probieren Atemübungen einmal aus. Sie merken sogar eine kleine Wirkung und verlieren sie dann wieder im Alltag.

Nicht, weil Atemübungen nicht wirken. Sondern weil der Körper Wiederholung braucht, um Vertrauen aufzubauenDein Nervensystem lernt nicht durch einen einzigen Moment von Entspannung.

Es lernt durch regelmäßige, kleine Signale von Sicherheit.

Ich erinnere mich noch gut an meine ersten Atemübungen. Atmen fühlte sich für mich alles andere als natürlich an. Mein Bauch ging beim Einatmen nach innen und beim Ausatmen eher nach außen. Mein Körper war so sehr an Anspannung gewöhnt,
dass selbst Atmen erst wieder neu gelernt werden musste.

Genau hier setzt sanfte, alltagstaugliche Begleitung an: nicht perfekt, nicht technisch,
sondern wieder in Kontakt kommen – Schritt für Schritt, Atemzug für Atemzug.

Wenn du tiefer einsteigen möchtest

Wenn du merkst, dass dir diese paar Minuten bewusstes Atmen gut tun, du dir aber wünschst, das regelmäßig und ohne Nachdenken in deinen Alltag zu integrieren, wenn du dir klare, kurze Anleitungen wünschst, ein besseres Gefühl für deinen Körper entwickeln möchtest und früher reagieren willst – bevor alles zu viel wird…

dann ist mein Mini-Kurs „Atme dich ruhig“ genau dafür gedacht.

🌿 kurze, sanft angeleitete Atem- & Körperübungen
🌿 alltagstauglich, ohne Druck und ohne Perfektionismus
🌿 für Mamas, die sich wieder sicherer und verbundener im eigenen Körper fühlen möchten

Hier findest du alle Infos zum Mini-Kurs „Atme dich ruhig“

Hi, ich bin Sarah!

Als zweifache Mama weiß ich, wie herausfordernd der Alltag zwischen Familie, Haushalt und Beruf sein kann. Genau deshalb habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, dir als Mama und Frau zu helfen, wieder bei dir selbst anzukommen.

Mit meiner Leidenschaft für Yoga und ganzheitliche Ernährung unterstütze ich dich dabei, deine innere Ruhe zu finden und die Balance zwischen deiner Mutterrolle und deiner Selbstfürsorge zu meistern

Mach Yoga mit mir

Als Frau trägst du oft vieles gleichzeitig – Familie, Beruf, Alltag. Meine Yoga-Kurse sind dein Raum, um innezuhalten, Kraft zu tanken und dich ganz auf dich zu konzentrieren. 

Gönn dir eine Pause vom Alltag

Yogaretreats im Schwarzwald und am Bodensee für Mamas und Frauen, die auftanken wollen.