Warum du als Mama flach atmest und wie du in 2 Minuten ruhiger wirst
In diesem Artikel erfährst du, warum deine Atmung im Alltag oft flach wird, was das mit Stress und deinem Nervensystem zu tun hat und wie du mit wenigen Minuten bewusster Atmung wieder mehr Ruhe findest.
Vielleicht kennst du das:
Der Tag ist eigentlich vorbei. Die Kinder schlafen und es ist ruhig. Und trotzdem sitzt du abends da und merkst: Ich kann nicht abschalten.
Nicht, weil heute „nichts war“, sondern weil vorher alles gleichzeitig war.
Hausaufgaben begleitet, während nebenbei die Waschmaschine piepst. Ein Kind ruft aus dem Bad, das andere hat Hunger. Im Kopf die Einkaufsliste, der Geburtstag nächste Woche und die Frage, wann du eigentlich noch diesen Kuchen backen wolltest. Und dann ist da auch noch der Haushalt, eine Deadline an der Arbeit und und und. Du kennst das!
Du hast funktioniert. Organisiert. Getragen. Geregelt.
Und jetzt, wo endlich Ruhe ist, läuft dein Kopf weiter.
Du bist müde, aber innerlich angespannt und dein Körper fühlt sich immer noch „on“ an, obwohl du dringend Pause bräuchtest.
Viele Frauen glauben in solchen Momenten, sie müssten einfach besser entspannen.
Oder sich mehr zusammenreißen. Die Wahrheit ist:
Dein Körper ist nicht unruhig, weil du etwas falsch machst, sondern weil er den ganzen Tag im Funktionsmodus war und noch nicht weiß, dass er jetzt wirklich loslassen darf.
Flach atmen im Mama-Alltag und warum das so häufig passiert
Warum flache Atmung dein Nervensystem in Stress hält
Gute Nachricht:
Du brauchst keine Stunde Yoga, um das zu verändern
Diese fünf Prinzipien können dir helfen, deine Atmung bewusster wahrzunehmen und deinem Nervensystem zwischendurch kleine Signale von Ruhe zu schenken.
1. Atme – wenn möglich – durch die Nase ein und aus
Die Nasenatmung ist die natürlichste und gesündeste Form der Atmung. Sie filtert, erwärmt und befeuchtet die Luft und wirkt regulierend auf dein Nervensystem.
Gerade in stressigen Momenten atmen viele unbewusst durch den Mund. Wenn du das bemerkst, darfst du sanft zur Nasenatmung zurückkehren.
2. Lass den Atem nach unten fließen
Versuche, den Atem nicht nur im Brustkorb zu spüren, sondern ihn „nach unten“ in Richtung Bauch sinken zu lassen.
Du kannst dir vorstellen, dass sich dein Bauch mit der Einatmung sanft hebt
und mit der Ausatmung wieder löst. Es geht nicht darum, den Bauch aktiv herauszudrücken, sondern dem Atem Raum zu geben.
3. Atme langsamer – nicht tiefer
Mehr Ruhe entsteht nicht durch große, kraftvolle Atemzüge, sondern durch ein langsameres Atemtempo.
Wenn du langsamer atmest, bekommt dein Nervensystem die Information: Es ist gerade sicher. Schon ein etwas längerer Atemzug kann spürbar beruhigend wirken.
4. Nimm kleine Atempausen wahr
Zwischen Ein- und Ausatmung entstehen ganz natürliche Pausen. Du musst sie nicht erzwingen, es reicht, sie wahrzunehmen.
Diese kurzen Momente von Stille können wie kleine Anker im Alltag sein.
5. Mit der Ausatmung darfst du loslassen
Die Ausatmung ist eng mit Entspannung verbunden.
Du darfst sie bewusst etwas verlängern und dabei Spannung abgeben, im Kiefer, in den Schultern, im Bauch.
Eine 2-Minuten-Atemübung für mehr innere Ruhe
1. Lege eine Hand locker auf deinen Bauch
(oder lass das weg, wenn du gerade am aufräumen bist)
2. Atme durch die Nase ein
ohne etwas zu erzwingen, zähle auf 4.
3. Atme langsam durch den Mund aus
als würdest du eine Kerze sanft auspusten.
gerne auf 7 zählen.
Warum Regelmäßigkeit wichtiger ist als Perfektion
Viele Frauen probieren Atemübungen einmal aus. Sie merken sogar eine kleine Wirkung und verlieren sie dann wieder im Alltag.
Nicht, weil Atemübungen nicht wirken. Sondern weil der Körper Wiederholung braucht, um Vertrauen aufzubauen. Dein Nervensystem lernt nicht durch einen einzigen Moment von Entspannung.
Es lernt durch regelmäßige, kleine Signale von Sicherheit.
Ich erinnere mich noch gut an meine ersten Atemübungen. Atmen fühlte sich für mich alles andere als natürlich an. Mein Bauch ging beim Einatmen nach innen und beim Ausatmen eher nach außen. Mein Körper war so sehr an Anspannung gewöhnt,
dass selbst Atmen erst wieder neu gelernt werden musste.
Genau hier setzt sanfte, alltagstaugliche Begleitung an: nicht perfekt, nicht technisch,
sondern wieder in Kontakt kommen – Schritt für Schritt, Atemzug für Atemzug.
Wenn du tiefer einsteigen möchtest
Wenn du merkst, dass dir diese paar Minuten bewusstes Atmen gut tun, du dir aber wünschst, das regelmäßig und ohne Nachdenken in deinen Alltag zu integrieren, wenn du dir klare, kurze Anleitungen wünschst, ein besseres Gefühl für deinen Körper entwickeln möchtest und früher reagieren willst – bevor alles zu viel wird…
dann ist mein Mini-Kurs „Atme dich ruhig“ genau dafür gedacht.
kurze, sanft angeleitete Atem- & Körperübungen
alltagstauglich, ohne Druck und ohne Perfektionismus
für Mamas, die sich wieder sicherer und verbundener im eigenen Körper fühlen möchten
Hier findest du alle Infos zum Mini-Kurs „Atme dich ruhig“